"Die Anfänge" 1921 - 1945

Die größten Wunden des Ersten Weltkriegs waren vernarbt. Nie wieder wollten sich Menschen in ähnlich schlimme Auseinandersetzungen verwickeln lassen. Gedenktage der zahlreich ins Leben gerufenen Veteranenvereine sollten den Gefallenen und Vermissten unseres Volkes letzte Ehren erweisen, den Lebenden aber zur ständigen Mahnung dienen.

Diese Situation war mit entscheidend für die Gründung der Musikkapelle Holzhausen. Der damalige Vorstand des Veteranenvereins Holzhausen, Wilhelm Gumbiller, wünschte sich zur feierlichen und ausdrucksvollen Gestaltung seiner Gedenktage musikalische Umrahmung. Am 12.11.1920 lud er deshalb zur Gründungsversammlung ins Gasthaus Geyer ein. Mit Begeisterung folgte die Holzhauser Jugend seinem Aufruf. Bis zu 30 Personen besuchten anfangs die Proben des mit dem Aufbau der Kapelle beauftragten Musikmeisters Georg Holzmann in Honsolgen. Hin- und Rückweg wurden zu Fuß, im Winter mit einem Schlittengespann zurückgelegt. Im Frühjahr 1921 lieferte die Fa. Dolge, Augsburg, die notwendigen Instrumente. Aufgrund des zu dieser Zeit desolaten Geldwertes bildeten vom Munde abgesparte Naturalien den Gegenwert.

Folgende Musiker blieben schließlich bei der Stange:


Franz Trautwein                  1. Trompete
Matthias Müller                   2. Trompete
Anton Müller                        Althorn
Hans Seitz                              1. Flügelhorn
Matthias Seitz                      1. Flügelhorn
Anton Gumbiller                  2. Flügelhorn
Ignaz Egner                           1. Trompete in Es
Anton Egner                          2. Trompete in Es
Johann Klöck                        Posaune
Josef Fichtl                           Bass-Trompete
Ulrich Kugelmann               Bass-Trompete
Anton Stork                          Bass-Trompete
Heinrich Trautwein            Bass
Michael Wiedemann          Schlagzeug
Johann Kratzer                   kleine Trommel


Sie konzertierten beim Fronleichnamsfest 1921 erstmals in der Öffentlichkeit. Der "Elisen-Marsch", "Großer Gott wir loben Dich" und das "Pange lingua" zählten zu ihrem bescheidenen Spielplan. Trotzdem fand der Auftritt der Musiker bei der Bevölkerung so großen Anklang, dass die Kapelle noch am gleichen Tag ihr Können im Hof des Magnusheims und im Biergarten des Gasthaus Geyer unter Beweis stellen mussten. Es störte dabei niemanden, dass das beschränkte Repertoire mehrfach wiederholt wurde

Die würdige Gestaltung der Veteranenjahrtage war nunmehr gesichert. Darüberhinaus entwickelten sich die Darbietungen des neuen Klangkörpers aber auch recht bald zum festen Bestandteil anderer Veranstaltungen. Hochzeiten, Faschingsbälle, Beerdigungen, oder kirchliche Feiertage in Holzhausen sowie in den Nachbargemeinden wurden gerne musikalisch bereichert. Eifrige Proben bescherten dem Orchester dann bereits 1922 das Amt der Festkapelle anlässlich der Fahnenweihe des Veteranenvereins Unterigling. Nachdem auch diese Veranstaltung mit Erfolg gemeistert wurde, übernahm der Unteriglinger Lehrer und Musikidealist Strehle die Leitung der Kapelle.

Unter seiner Führung konnte der Klangkörper weiter ausgebaut und die Schulung der einzelnen Musiker verbessert werden. Die Proben fanden nun im Schulhaus in Unterigling statt. Manches Gewitter machte den dorthin unterwegs befindlichen Bläsern zu schaffen. Ihre Freude am gemeinsamen Musizieren überwand jedoch auch diese Ärgernisse.

Die herausragende, von der Musikkapelle Holzhausen umrahmten, Veranstaltungen der 1920er Jahre waren die Fahnenweihe des Radfahrervereins "Wanderer", Oberigling, das Lehrertreffen in Unterigling und der gemeinsame Schulausflug der umliegenden Gemeinden nach Lindau. Gern gehörter Gast war die Kapelle im Iglinger Keller, wo sie mehrfach mit leichter Unterhaltungsmusik zu gefallen wusste. Der "Iglinger-Keller-Marsch", den Dirigent Strehle selbst Komponierte, wurde dort mit viel Beifall aufgenommen. Zu den 1928 in Holzhausen durchgeführten Schlittenrennen steuerte der Dirigent eine weitere Eigenkomposition, den "Schlitten-Galopp", bei.

Auflösungserscheinungen plagten das Orchester vom Jahre 1932 an. Durch Wohnungswechsel, Heirat oder berufliche Veränderung bedingte, wurde die Zahl der Musiker immer kleiner. Für kurze Zeit bildeten daher die Musikkapellen Holzhausen und Honsolgen eine Einheit. Zwei Jahre später ließ sich selbst diese Zusammenschluss nicht mehr halten. Zu viele Holzhauser Musiker waren als Soldaten in die Kasernen eingerückt oder - durch die damaligen politischen Gegebenheiten verunsichert - ihrem Hobby untreu geworden. Nur eine handvoll Aktiver wurde Mitglied der jetzt wieder selbstständigen Musikkapelle Honsolgen. Der Beginn des Zweiten Weltkriegs bedeutete aber auch für diesen Klangkörper das Ende.

nach 1945

Das Flüchtlingselend in den ersten Nachkriegsjahren zwang allenthalben zur Errichtung von Notunterkünften. So entstand auch an den Hängen des Stoffersbergs ein Lager für vornehmlich aus dem Jouguslawischen vertriebene Deutsche. Die Familie von Matthias Wilding befand sich unter ihnen. Ihr Haushaltsvorstand, von Beruf Friseur und Musiker, kehrte 1946 aus Gefangenschaft dorthin zurück. Er sollte zum neuen Symbol Holzhauser Musikschaffens werden.

Lehrer Wüst bat ihn, an Weihnachten 1946 den Kirchenchor bei der Aufführung einer Messe auf seiner Geige zu begleiten. Von seiner musikalischen Fähigkeit überzeugt, beauftragten ihn daraufhin die Einheimischen, den Neuaufbau der Musikkapelle zu übernehmen. Wilding erklärt sich schließlich bereit, ein Streichorchester zu formieren.

Wieder bereitete die Beschaffung von Instrumenten große Schwierigkeiten. Gute Verbindungen, eine solidarische Dorfgemeinschaft und Lebensmittel halfen aber auch jetzt. Notdürftig richtete sich Wilding in den Nebenräumen des Feuerwehrgerätehauses Wohnung und Frisierstube ein. Dort begann er auch mit der Ausbildung der Musiker.

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Schon wenige Monate später musizierte ein Trio bei der in der gemeindlichen Kiesgrube veranstalteten Sonnwendfeier. Matthias Wilding (Geige), Herbert Biechele (Gitarre) und Frau Sabo (Akkordeon) gehörten ihm an. Die Trauerfeier zu Allerheiligen 1947 umrahmte bereits eine 7-köpfige Streichergruppe. Zum Weihnachtskonzert des gleichen Jahres "stand" das Gerüst des neuen Orchesters. 11 Jahre alt war das jüngste Mitglied.

Eine Vielzahl von Konzerten und Auftritten in der näheren Umgebung schloss sich nun an. Immer waren die fleißigen Musikerinnen und Musiker, denen zwei von Planen überspannte Sägemehlwagen mit Pferdegespann bzw. Zugmaschine als Transportmittel dienten, die besten Botschafter der Heimat. Selbst in den benachbarten Stadtgemeinden Buchloe und Landsberg am Lech war es bald Usus, für repräsentative Veranstaltungen oder die großen Faschingsbälle (z.B. im Zederbräusaal in Landsberg) das Streichorchester Holzhausen zu engagieren. Kleinere Veranstaltungen bestritten bis zu fünf aus dem Gesamtensemble gebildete Tanzmusikgruppen, die in den unterschiedlichsten Besetzungen aufspielten. Pastorale Musik lag dem Streichorchester besonders gut. Als Höhepunkte sind den Bürgern von Holzhausen daher die Aufführungen der Pastoral-Messe und der Primiz-Messe von Kempter, bei denen sich Kirchenchor und Orchester in hervorragender Weise ergänzten, in Erinnerung geblieben.

Matthias Wilding, mit jeder Faser seines Herzens "Vollblutmusiker" und perfekter Instrumentalist, ruhte nicht. 1952 begann er, seine männlichen Streichmusiker auch in Blasinstrumenten zu unterrichten. Die Gestaltung von Feierlichkeiten unter freiem Himmel war verstärkt gefragt, gekonnte Marschmusik hierfür unerlässlich. Auch diesmal war Wilding mit seinen getreuen Musikern bald am Ziel seiner Wünsche. !953 erhielt die Kapelle den wohl ehrenvollsten Auftrag in ihrer noch jungen Vereinsgeschichte. Sie fungierte im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Stadt Schongau als Festkapelle und gefiel durch Stand- und Frühschoppenkonzerte sowie mit Unterhaltungs- und Tanzmusik.


Als Wilding im Jahre 1955 aus beruflichen Gründen nach München übersiedelte, hinterließ er in Holzhausen tiefe Dankbarkeit, aber auch eine kaum zu schließende Lücke. Sein Vermächtnis bestand aus selbst verfassten Tondichtungen und einer Fülle von Spezial Arrangements. Von seinen Kompositionen hat vor allem der Walzer "Rosen der Liebe" internationale Anerkennung gefunden.

Die Ära Biechele

Zwei Einheimische versuchten, den ausgeschiedenen Dirigenten zu ersetzen. Rudolf Müller führte die Kapelle nur kurz. Herbert Biechele trat dauerhaft in die Fußstapfen seines Lehrmeisters.
Der begabte Musiker opferte seine durch die Errichtung eines Eigenheims ohnehin beschränkte Freizeit ausschließlich seinem Hobby. 
Fünfzehn Nachwuchsmusiker konnten bald nach seiner Amtsübernahme die durch das Ausscheiden oder den Wohnortwechsel von Musikern gelichteten Reihen des Blasorchesters füllen. Damit war die Kapelle wieder allen an sie gestellten Anforderungen gewachsen. Die Palette ihrer Darbietungen umfasste die Gestaltung von Fronleichnamsumzügen, Veteranenjahrtagen, Hochzeiten und Faschingsbällen, die Umrahmung von Maifeiertagen und kirchlichen Festen sowie die Durchführung von Standkonzerten und Geburtstagsständchen. Zur Spezialität wurde das Turmblasen in der Silvesternacht. Die "Schubert-Messe" bereicherte mehrfach Gottesdienste, anlässlich eines Ausfluges sogar eine Hl. Messe in der Basilika in Ottobeuren.

1960 wählten die Musiker ihren Schlagzeuger Hubert Böck zum Vorstand. Es sollte dem Dirigenten organisatorische Aufgaben abnehmen und für ein gutes "Betriebsklima" innerhalb der Musikerschar sorgen. Niemand hätte diesen Auftrag besser erfüllen können. Trotz gesundheitlicher Rückschläge und durch Verehelichung ausgelösten Umzug blieb Böck der "Motor" der Holzhauser Bläser. Seine Aktivitäten haben die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung der Kapelle maßgeblich beeinflusst. Unter seiner Regie trafen sich die Musiker nun zu Faschingsbällen, Ausflügen und Weihnachtsfeiern mit ihren Ehefrauen und Freundinnen in gelöster Atmosphäre. Die dadurch geschaffenen Kontakte kamen dem allgemeinen Leistungsniveau zugute. Von ihren Partnerinnen verständnisvoll unterstützt, waren die einzelnen Bläser jetzt noch mehr bereit, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen.

Gerne nahm die Dorfbevölkerung immer wieder an den Veranstaltungen der Kapelle teil. Das gesellschaftliche Leben innerhalb der Gemeinde blühte auf. Als Böck aber auch noch Theaterbesuche in Augsburg und München für alle Gemeindebürger organisierte, gewann die Kapelle einen echten Stamm von "Schlachtenbummlern". Sie waren bei allen Auftritten der Musiker vertreten, bildeten eine kleine "Hausmacht" und freuten sich mit ihren Idolen, wenn das Publikum Anerkennung zollte.

Die Finanzen des Blasorchesters blieben selten stabil. Angespartes wurde in der Regel bald wieder investiert. Die Ersatzbeschaffung von Instrumenten in den Jahren 1960/61 ermöglichten Zuschüsse der politischen Gemeinde, der Erlös aus einer Alteisensammlung und Einnahmen aus Konzerten zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Der Kauf einer einheitlichen Kleidung ließ sich 1965 trotz großzügiger Unterstützung durch den aufgeschlossenen Gemeinderat nur mit Hilfe von Spenden einzelner Bürger und verschiedener Firmen realisieren. "Ebbe" herrschte in der Gemeinschaftskasse, nach dem 1970 ein neuer Bass im Wert von DM 1.400,-- bezahlt war.

In neuer Uniform - zu schwarzer Hose, weißem Hemd und schwarzer Krawatte wurde ein dunkelrotes Sakko mit Abzeichen auf der Brusttasche getragen - nahm die Kapelle am Musikfest in Schöffelding teil.

Schon früher war der Klangkörper bei Musikfesten in Großkötz, Oberwiesenbach und Hochwang angenehm aufgefallen. Der Bundeswehrstandort Landsberg am Lech sah die Musiker mehrfach im Einsatz, wenn Wehrpflichtige nach ihrer Entlassung "mit Pauken und Trompeten" zum Bahnhof gespielt wurden. Die Fahnenweihe des Schützenvereins Wasserburg wurde im Sommer 1969 mitgestaltet. Tanzmusik erklang später beim Sommernachtsball der Schloßschützen Oberigling. Für das Werkvolk Unterigling wurde eine Jazzmesse einstudiert und im Herbst 1969 aufgeführt.

"Ein kleines Dorf - Musik ganz groß" lauteten Ende Juli/Anfang August 1971 die Schlagzeilen der Heimatzeitungen. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Müller-Hahl feierte die Kapelle ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem unvergesslichen Musikertreffen. Die ganze Gemeinde war auf den Beinen, um das reichhaltige Programm zu erleben und den Ort richtig "herauszuputzen". Zum ersten Mal stand in Holzhausen auch ein Festzelt. Unter der Stabführung von Ex-Dirigent Matthias Wilding hatte beim Festabend der von ihm geschriebene Schlager "Am Singoldstrand" Premiere. Musikkapelle und Kinderchor übten sich dazu in harmonischem Teamwork. Ein Feldgottesdienst, von einer Jazz-Messe umrahmt, und eine Totenehrung am Kriegerdenkmal bildeten das Vormittagsprogramm am Festsonntag. Etwa 300 Musiker (13 Kapellen) traten anschließend bei strahlenden Sonnenschein zum Massenchor an. Rund 1000 Mitwirkende zählte der 1 ½ km lange Festzug, dem die Gastkapelle aus Mühlhausen/Hegau ein besonderes Glanzlicht aufsetzte. Im Landauer fuhren die Ehrengäste durch den Ort: Landrat Müller-Hahl, H.H. Studienrat Gumbiller (Festprediger) , Bürgermeister Anton Egner und Matthias Wilding. Mit dem Abschluß des von BBV-Kreisobmann Anton Müller, Holzhausen, arrangierten und mit dem Jubiläum verbundenen Kreisbauerntages zog die Presse Bilanz. 20 Musiker trugen die Verantwortung, die durch perfekte Organisation bestach. Der finanzielle Erfolg ist hochverdient. Das Ansehen, das sich Musikkapelle und Gemeinde bei den zahlreichen Gästen erworben hat, ermutigt zu neuen "Taten", waren die einzelnen Kommentare sinngemäß formuliert.

Tatsächlich motivierte der große Erfolg die Musiker, neue Ziele anzustreben. Im November 1971 wurde zur Entlastung von Hubert Böck eine erweiterte Vorstandschaft gebildet. Den bisherigen stellvertretenden Vorstand Andreas Trautwein ersetzte Adolf Söldner. Zum Schriftführer wurde Leo Trautwein, zum Kassier Hartwig Benisch gewählt. Das neue Gremium nutzte die wiedergeweckte Musikbegeisterung der Holzhauser Jugend und leitete die Ausbildung von 14 Buben und Mädchen in die Wege. Musiklehrer Zettl, Türkheim, übernahm den Unterricht. Drei Jahre später trug die Nachwuchsarbeit Früchte. 13 Jungmusiker verstärkten den Klangkörper.

In der Zwischenzeit hatte die Kapelle Richtfest und Einweihung der neuen Schule in Igling gestaltet und am Faschingszug der CAJ Igling teilgenommen. Bei der Einweihung der 1969 eingestürzten und wiederaufgebauten Pfarrkirche St. Johannes Baptist zu Holzhausen im Oktober 1972 lobte Bischof Dr. Josef Stimpfle, Augsburg, das Orchester. Pfingsten 1973 gastierten die Holzhauser beim Waldfest im schwäbischen Pleidelsheim, im Sommer 1974 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Veteranen- und Kriegervereins zusammen mit dem Kirchenchor (Jazz-Messe) in Schwabmühlhausen. Dort gab es auch ein Wiedersehen mit dem befreundeten Radsportverein Pleidelsheim. Ein Sommernachtsball in Großkitzighofen, Vereinsjubiläen in Buchloe und Obermeitingen und die offizielle Begrüßung des neuen Pfarrherrn von Igling, H.H. Danner, beendeten dann die Ära "Biechele". Berufliche Gründe zwangen den Dirigenten, sein Amt zur Verfügung zu stellen.

1974 - 1988

Die Suche nach einem Nachfolger begann. Fündig wurde die Vorstandschaft erst nach mehrmaligen Anläufen. Rudolf Wiblishauser, Hurlach, arbeitete im Herbst 1974 probeweise mit der Kapelle. Beim folgendem Weihnachtskonzert übernahm er den Taktstock aus der Hand seines Vorgängers endgültig.

Seine Verpflichtung erwies sich für die Holzhauser Musiker als "Volltreffer". Der ehemalige Posaunist des Luftwaffenmusikcorps I Neubiberg, neben seiner Dirigententätigkeit Leiter des Bezirks Lech-Ammersee im Musikbund von Ober- und Niederbayern, verstand es hervorragend, die Fertigkeiten der von ihm betreuten Bläsern zu verfeinern und den Klangkörper auf noch größere Aufgaben vorzubereiten. Erfolge stellten sich fast zwangsläufig ein.

Deutlich verbessert trat die Kapelle 1975 beim Feuerwehrfest in Schwabmühlhausen, beim Kapellenwettstreit einschließlich Marschmusikwettbewerb in Lamerdingen, bei den Jubiläumsfeierlichkeiten des Radfahrvereins "Wanderer" in Igling und anlässlich des Richtfestes für das Schulzentrum Landsberg am Lech in Erscheinung.

Das Weihnachtskonzert gefiel den Zuhörern in Holzhausen, in Igling und im Magnusheim.

Rund 10.000 DM wendeten die Musiker im Frühjahr 1976 auf, um sich neu einzukleiden. Die Gemeinde Holzhausen, die Karwendelwerke in Buchloe, die Raiffeisenbank Igling-Holzhausen und die Hypobank Buchloe unterstützten die Anschaffung finanziell. Ein grüner Trachtenanzug, zu weißem Hemd und roter Krawatte getragen, wurde zum Markenzeichen des Orchesters.

Die Gemeinschaftskasse profitierte von den regelmäßigen Altpapier- und Altkleidersammlungen, die die Vorstandschaft eingeführt hatte. Bis heute unterstützen die Holzhauser Bürger auf diese Weise ihre Dorfkapelle. Vor allem die Ausbildung der Jungmusiker kann mit Hilfe der Sammlungserlöse finanziert werden. Für Gagenauszahlungen an die einzelnen Musiker blieb zu keiner Zeit viel Geld übrig. Was der Nikolaus zu den Weihnachtsfeiern mitbrachte, hatten die Bläser in der Regel längst für Fahrtkosten, Instrumentenunterhalt und ähnliches vorgeschossen.

Mit einem Bayerischen Bierabend im Gasthaus Egner begann 1977 der Reigen der zahlreichen Auftritte. Die herausragendsten Veranstaltungen waren die Bezirksmusikfeste in Stadl und in Unterdießen, wo mit der Ouvertüre "Schwarzwaldzauber" je ein 1. Rang mit Auszeichnung errungen werden konnte. Erstmals nahm das Orchester beim Schützenfest in Igling an einem Sternmarsch teil. Dem Zeitgeist wurde - wie in folgenden Jahren auch - mit der musikalischen Bereicherung der Sommerfeste des Magnusheimes und der Dorfgemeinschaft Rechnung getragen. Beim "Oktoberfest" auf dem Fliegerhorst Penzing, verbunden mit dem anschließenden Flugtag, spielte das Bläserensemble vor großem Publikum. Sein Auftreten kam so gut an, dass es mit einem Rundflug in zwei Maschinen des Typs Do 28 belohnt wurde. Außerdem wurde die Kapelle zu allen späteren ähnlichen Veranstaltungen wieder eingeladen.

Rudolf Wiblishauser hatte zu diesem Zeitpunkt die geduldige Schulung von 10 weiteren Jungmusikern in Angriff genommen. Unter Mithilfe erfahrener Bläser gelang deren Ausbildung optimal. 1980 konnten sie ohne Ausnahme in das Blasorchester eingegliedert werden.

Mit 77 Musikproben und 46 Auftritten schaffte die Kapelle 1978 einen absoluten Rekord. Mit ausschlaggebend dafür war die Eingemeindung von Holzhausen nach Igling. Gerne nahm nämlich Igling die Holzhauser "Mitgift" in der Gestalt einer Blasmusik in Anspruch. Genauso gerne traten die Musiker dort auf.

Mit einem 1. Rang und einem 1. Rang mit Auszeichnung wurde die "Freischütz-Overtüre" in Weilheim bzw. in Leeder beurteilt. Dem 1. Sommernachtsfest im Biergarten des Gasthauses Egner war ein überwältigender Erfolg beschieden.

Als Belohnung war der Herbstausflug zum Heimatfest nach Holzhausen a.d. Haide (Taunus) gedacht. Aus dem Gastspiel entwickelte sich jedoch eine Gemeindepartnerschaft, die sowohl von den "Holzhäusern" im Nassauer Land als auch von den bayerischen Namensvettern gehegt und gepflegt wird. Zum Gegenbesuch weilte der Männergesangsverein aus dem Taunus 1979 an der Singold. 1980 fuhren die Bayern wieder gen Norden. Sie wurden mit einer Herzlichkeit gefeiert, die ihresgleichen sucht und brannten darauf, sich sowohl während des Bezirksmusikfestes 1981 als auch bei späteren Treffen bei ihren Freunden revanchieren zu können.

Der Trompeter Anton Schwab rief Mitte des Jahres die Dorfinterne "Lotto-Zusatzzahl-Lotterie" ins Leben. Die daraus erzielten Überschüsse fließen heute noch dem Orchesteretat zu. Im Herbst 1978 bildeten sie den Grundstock für die Ausstattung eines Clubheimes, das sich die Musiker mit Zustimmung der Gemeinde im Keller des alten Schulhauses einrichteten.

Bei der Neuwahl der Vorstandschaft wurden Hubert Böck und Hartwig Benisch bestätigt. Für das Amt des stellvertretenden Vorstandes stellte sich Leo Trautwein, als Schriftführer Anton Klöck jr. zur Verfügung.

Schon das Neujahrskonzert versprach 1979 ein "gutes Jahr" . Die neu erbaute Turnhalle des Magnusheimes, in der durch großzügiges Entgegenkommen der Heimleitung die jeweiligen Jahreskonzerte abgehalten werden können, vermochte die große Zahl der Besucher kaum zu fassen.

Unter solchen Vorzeichen wagten sich die Musiker wie schon ein Jahr zuvor erneut in den Kapellenwettstreit in der Münchener Olympiahalle. Mit einem 4. Platz und einem Faß Freibier traten sie hochzufrieden den Heimweg an. Bei den Bezirksmusikfesten in Waalhaupten und Reichling konzertierte die Kapelle letztmals in der Mittelstufe. Je ein 1. Rang konnte mit der "Lousiana-Rhapsodie" errungen werden.

Für ein Unterhaltungskonzert anlässlich der Umorganisation des Hubschraubertransportgeschwaders 61 in Penzing wurde das Orchester erneut mit einem Rundflug belohnt. In 3 Hubschraubern konnten das Ammersee- und das Voralpengebiet aus der Vogelperspektive betrachtet werden.

Die neue Großgemeinde Igling zollte dem erfolgreichen Wirken der Holzhauser Bläser ebenfalls Tribut. Im Zuge der Erneuerung des alten Schulhauses in Holzhausen wurde das Probelokal freundlicher gestaltet. Für die geleistete Arbeit bei der Einrichtung des Clubraumes im gleichen Gebäude und für die Neuanschaffung eines Basses im Wert von 4.500 DM ließ der Gemeinderat den dankbaren Musikern einen Zuschuss in Höhe von 5.000 DM überweisen.

1980 gelang dem Klangkörper der größte Sprung nach oben. Mit der Ouvertüre "König Drosselbart" traten die Blasmusiker zu den Bezirksmusikfesten in Westendorf und in Türkenfeld an. Die Interpretation des zur Oberstufe gehörenden Werkes wurde zunächst mit einem 1. Rang, in Türkenfeld sogar mit einem 1. Rang mit Auszeichnung bewertet.

Einladungen zur Gestaltung von Bergmessen (Buchloer Hütte, Tegelberg), des Georgirittes in Lindenberg, eines Standortgottesdienstes in Landsberg am Lech und zur Teilnahme am Rahmenprogramm der Ritterspiele auf Schloss Kaltenberg waren eine logische Folge dieser steilen Aufwärtsentwicklung. Den Höhepunkt des Jahres bildete die Mitwirkung beim historischen Festzug des Landsberger Ruthenfestes. Tausende von Zuschauern beklatschten dabei das disziplinierte Auftreten der Holzhauser, die daraufhin auch 1983 und 1991 um ihre Mitwirkung gebeten wurden.

Der Beschluss des Bezirkes Lech-Ammersee im Musikbund von Ober- und Niederbayern, der Musikkapelle Holzhausen die Ausrichtung des 18. Bezirksmusikfestes zu übertragen, stellte für die Musiker das schönste Geschenk zum 60-jährigen Jubiläum des Orchesters im Jahre 1981 dar.

Mit der Abwicklung der Veranstaltung stellte Vorstand Hubert Böck einmal mehr sein großes Organisationstalent unter Beweis. Der Wettergott stand allerdings nicht auf seiner Seite. Schon der von vielen freiwilligen Helfern unterstützte Zeltaufbau auf der Wiese am neuen Sportplatz fand bei Regen statt. Der sonntägliche Festumzug am 26. Juli machte schließlich ein Wolkenbruch völlig zunichte. 900 Musiker suchten fluchtartig Unterstand.

"Räder, Rösser, Reiter, Wagen Kapellen, eine große Zahl - von unserm Festzug soll man sagen sowas gibt's nicht allemal",

hatten sich die Musiker vorgenommen. Ihr Wunsch wurde - wenngleich in völlig unerwarteter Form - erfüllt.

Als Höhepunkt blieben die von 32 Klangkörpern bestrittenen Wertungsspiele, der Gemeinschaftschor auf dem kurz zuvor neu eingeweihten Sportplatz und der Sternmarsch zum Festausklang mit der Stadtkapelle Buchloe und den Musikkapellen Lindenberg, Scheuring, Honsolgen und Holzhausen in Erinnerung. Mit der "Ungarischen Phantasie Nr. 1" holten die Gastgeber wie schon beim wenige Wochen vorher besuchten Bezirksmusikfest in Stöttwang in der Oberstufe einen 1 Rang mit Auszeichnung.

Die Gemeinde Igling stellte der Bayer. Rundfunk Mitte 1982 in seiner Sendung "Bayern Aktuell" vor. Darbietungen der Holzhauser Musiker wurden dabei live gesendet und belegten heimatverbundenes Kulturgut. Bei den Bezirksmusikfesten in Denklingen und in Lindenberg trat die Kapelle wiederholt in der Oberstufe an. Mit "Cordoba" gab es 1. Ränge mit Auszeichnung.

Bayrische Gemütlichkeit repräsentierten die Bläser beim "Oktoberfest" der Bundeswehr in Faßberg, zu dem sie in Transall-Maschinen des Typs C 160 flogen. Stadt- und Hafenrundfahrten sowie ein Reeperbahnbummel in Hamburg sorgten nach konzentriertem Musizieren für Entspannung. Einladungen zu den gleichartigen Festlichkeiten in 1984 und 1985 (Faßberg) sowie 1986 und 1987 (Munster) und 1992 Pfullendorf beweisen, dass es der Kapelle gelungen war, bayrische Lebensart überzeugend zu vermitteln.

Als Sigrid Lang, Tochter des aktiven Schlagzeugers Siegfried Lang, Schützenweltmeisterin geworden war, umrahmte das Orchester Empfang und offizielle Meisterfeier.

Das 70. Wiegenfest des 1. Nachkriegsdirigenten Matthias Wilding und die Vollendung des 65. Lebensjahres von Landrat Müller-Hahl bildeten zu Beginn des folgenden Jahres den Hintergrund für musikalische Geburtstagsgrüße. Die Musikfeste in Geretshausen (Dettinger Tedeum" - Oberstufe - 1. Rang mit Belobigung) und in Klosterlechfeld ("König Drosselbart" - Oberstufe - 1. Rang mit Auszeichnung) erlebten die Musikkapelle Holzhausen ebenso im Einsatz wie das Internationale Jugendmusikfest in Buchloe. Die Mitgestaltung des Schlossstadlfestes in Igling, des Garten- oder Dorffestes in Holzhausen und der Waldmesse am Stoffersberg gehörten bereits zum Standardprogramm.

"Musikalische Grüße aus dem Landkreis Landsberg am Lech" versandte der Klangkörper Anfang 1984 zusammen mit 8 weiteren Kapellen in Form einer Schallplatte. "Freude zur Musik" und der "Coburger Marsch" bildeten den Beitrag der Holzhauser. Ende des Jahres wurde der langjährige Ortsgeistliche, H.H. Peter Baumann, in den Ruhestand verabschiedet.

Haftungsfragen und das Bestreben, dem Orchester gesunde, wirtschaft liche Verhältnisse zu sichern, bewegten die Vorstandschaft seit langem. Die Gründung des "Musikvereins Holzhausen e.V." am 18.01.1985 wurde so zur letzten wichtigen Amtshandlung des 1. Vorstandes Hubert Böck, der Mitte des Jahres nach 25-jährigem, beispiellosem Einsatz sein Amt zur Verfügung stellte. Auch nichtaktive Mitglieder konnten und können jetzt den Verein durch ihre Beiträge unterstützen. Einen neuen Vorstand fanden die Musiker erst wieder 1 Jahr später, als Helmut Bäuerle den bis dahin kommisarisch tätigen 2. Vorstand Leo Trautwein ablöste.

Unter seiner Führung konzertierte der Klangkörper erstmals auch im Ausland. Erneut als Botschafter bayrischer Lebensart bereicherte die Kapelle das Oktoberfest des NATO-Programming-Center in Tongeren/Belgien. Das Rahmenprogramm (Weinprobe in Walsheim, Besuch des Musikvereins Lünebach, Besichtigung der Städte Maastricht, Lüttich und Brüssel) entschädigte die Musiker für ihren gelungenen Auftritt.

Beim traditionellen Jahreskonzert ehrten die Musiker im Mai 1987 ihre Kollegen Anton Klöck sen. und Karl Bräunlein für 40 Jahre und Hartwig Benisch für 25 Jahre aktive Blasmusik. Die Unterstützung des vom Freizeitverein veranstalteten "Musikantenstadl" in der Reithalle des Magnusheims, die wiederholte musikalische Umrahmung des Pfarrfestes der Pfarrei "Zu den Hl. Engeln" in Landsberg am Lech und die erfolgreiche Teilnahme am Bezirksmusikfest in Türkenfeld rundeten das Jahresprogramm ab.

Helmut Bäuerle, Hans Kratzer und Otto Rössle vollendeten im darauffolgenden Jahr "25 Jahre Blasmusik". Sie wurden nach anerkennenswerten Leistungen bei den Musikfesten in Waal und in Penzing von der Rücktrittserklärung ihres Dirigenten Rudolf Wiblishauser genauso überrascht wie ihre Kollegen. Persönliche und vor allem gesundheitliche Gründe machte Wiblishauser für seinen Entschluß geltend. Alfons Drischberger aus Jengen konnte als Nachfolger gewonnen werden. Beim Frühjahrskonzert 1989 trat er erstmals an die "große Öffentlichkeit". Rudolf Wiblishauser wurde gleichzeitig nach knapp 14-jähriger, prägender Tätigkeit in Holzhausen verabschiedet. Sein Nachfolger sollte der Kapelle nur 4 Jahre erhalten bleiben.

1988 - 1996

Nachdem auch sie ein Vierteljahrhundert musiziert hatten, reihten sich Josef Kirchdorfer und Alois Porcelius beim Jahreskonzert 1990 in die Riege der "Altmusiker" ein. Einen sogenannten "Musikerhock" erlebte die Kapelle beim Besuch des Musikvereins Burgberg auf der schwäbischen Alb, dem Heimatorchester von 1. Vorstand Helmut Bäuerle. Die Schwaben bedankten sich mit einem Gastspiel beim Gartenfest der Aktienbrauerei Kaufbeuren im Biergarten des Gasthauses Egner.

Die Einweihung des neu renovierten Pfarrhofes in Holzhausen, das 20-jährige Priesterjubiläum von H.H. Pater Karl Stribny und die Teilnahme am Musizieren der "Klingenden Verwaltungsgemeinschaft" in Obermeitingen verzeichnet die Chronik der Kapelle als weitere besondere Ereignisse.

Das 25-jährige Vereinsjubiläum des SV Igling und das Herbstkonzert 1992 waren die letzten Auftritte des Dirigenten Alfons Drischberger, der den Klangkörper aus beruflichen Gründen an Anton Müller aus Weicht übergab.

Bei der Generalversammlung im März 1993 ernannten die Vereinsmitglieder Anton Schwab zum Ehrenmitglied und dankten ihm damit für seine 15-jährige finanzielle Unterstützung aus der "Lotto-Zusatzzahl-Lotterie". Helmut Bäuerle musste in der gleichen Veranstaltung sein Amt als 1. Vorstand aus beruflichen Gründen quittieren. Ein "junger Mann", Gerhard Klöck, konnte nach längerer Diskussion als Nachfolger gewählt werden.

Ein Blasmusik-Gala-Konzert zusammen mit weiteren 11 Musikkapellen im Landsberger Sportzentrum, die Teilnahme am Internationalen Musikertreffen in Buchloe und ein 1. Rang mit Auszeichnung beim Wertungsspiel im Rahmen des Musikfestes des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes in Germaringen ("Free world Fantasy - Mittelstufe) waren die musikalischen Glanzlichter des Jahres.

Die Musikfeste in Wiedergeltingen und in Türkenfeld ("La Storia", Mittelstufe, 1. Rang mit Belobigung) kennzeichneten das Jahresprogramm 1994. Das 25-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Wollitz, Igling, und die Hochzeit ihres Dirigenten Anton Müller werteten die Musiker durch ihre Auftritte zusätzlich auf.

Bei den Vorstandswahlen im Herbst des Jahres wurde Gerhard Klöck als 1. Vorstand klar bestätigt. Die Stärkung des Orchesters durch junge Nachwuchsmusikerinnen und -Musiker machte er sich zur besonderen Aufgabe. Hartwig Benisch als Kassier und Norbert Mayr als Schriftführer stellten sich nach 24-jähriger bzw. knapp 10-jähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wahl. Neuer Kassenverwalter wurde Michael Trautwein, das Amt des Schriftführers übernahm Christian Benisch.

Mit dem Tod von Ehrenmitglied und Altbürgermeister August Hagenbusch verlor die Kapelle im Februar 1995 einen ihrer größten "Fan's". Mit seinem Lieblingsstück "Amazing Grace" erwies der Klangkörper dem Verstorbenem die letzte Ehre.

Beim folgenden Frühjahrskonzert bewies Anton Müller sein großes musikalisches können. Die anspruchsvollen Darbietungen gipfelten in den Wertungsstücken "Teorema" und "The New Village", mit denen noch im gleichen Jahr - nach längerer Abstinenz - wieder in der Oberstufe angetreten werden konnte. Die Interpretation der Kompositionen konnte mit einem 1. Rang mit Belobigung und mit einem 1. Rang mit Auszeichnung bewertet werden.

Die Installation des neuen Pfarrherrn von Holzhausen, H.H. Andreas Pela, und die Einweihung des in Gemeinschaftsarbeit renovierten Dorfgemeinschaftshauses waren dann allerdings schon de letzten Einsätze von Anton Müller, der die Kapelle nach 3-jähriger Tätigkeit dem in Holzhausen sesshaft gewordenen Wolfgang Daum anvertraute.

Der neue Dirigent will nach eigenem Erkunden bevorzugt die örtliche Gemeinschaft stützen. Mit kleinen Gruppen hatte er bereits in den Vorjahren den Theateraufführungen in Igling Glanzlichter aufgesetzt. Sein "Weihnachtskonzert" fürs Dorf fand nun in Holzhausen ungeteilten Beifall. Dass er durchaus auch bereit ist, zu experimentieren, unterstrich er mit seinem Projekt "Rock trifft auf Blasmusik" beim Frühjahrskonzert 1996. Zusammen mit den Musikern der Band "Second Helping" intonierte das Orchester "Spinning Wheel". Das geteilte Echo der Konzertbesucher entsprach den Erwartungen.

Schon Anfang des Jahres hat sich die Musikkapelle zum Kauf neuer Uniformen entschlossen. Künftige Auftritte sollen danach in historischer Tracht bestritten werden. Wenigstens die Beinkleider (vorgesehen sind Lederhosen) sollen schon während der 75-Jahr-Feier des Klangkörpers dessen optischen Eindruck verbessern.